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Virtuelle Endoskopie:
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Faszinierende Eindrücke aus dem menschlichen Körper erlaubt die virtuelle Endoskopie, die virtuelle - d.h. computergenerierte Variante der optischen oder
Videoendoskopie.
Als Grundlage für die virtuelle Endoskopie müssen Daten aus der Computertomographie zur Verfügung stehen. Der Arzt führt die Untersuchung des Darms oder der
Lunge letztlich am Computer durch. Da die virtuelle Endoskopie berührungslos funktioniert, wird das Risiko von Infektionen und Perforationen ausgeschlossen. Der Patient ist keiner direkten Untersuchung ausgesetzt.
Darmpolypen unter fünf Millimeter werden mit der virtuellen Methode schlechter entdeckt. Dazu Professor Walter Heindel von der Universität Münster: „Wir haben festgestellt, dass mit moderner CT-Technologie
Polypen bis zu einer Größe von fünf, sechs Millimeter gleich gut zu entdecken sind wie bei der herkömmlichen endoskopischen Untersuchung.“ Laut Heindel liegt der Vorteil der virtuellen Koloskopie in der
angenehmeren Untersuchung für den Patienten.
Der Nachteil der Untersuchung ist, dass keine Gewebeproben entnommen werden können. Wird bei der virtuellen Untersuchung etwas entdeckt, muss man hinterher noch
einmal die herkömmliche Endoskopiemethode anwenden.
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Ein weiterer Nachteile ist, dass die Patienten vor der eigentlichen Untersuchung einer Strahlenbelastung ausgesetzt sind. Laut
Aussage von Professor Heindel ist die Belastung doppelt so hoch wie durch die Umwelt: „Die Dosis ist nur im Sinne einer Vorsorge alle fünf Jahre vertretbar“. Zur Zeit arbeiten die Wissenschaftler
auch an einer Reduzierung der Strahlenbelastung. „Die Bilder werden dadurch zwar rauschiger, doch sind sie diagnostisch gleich wertvoll“, betont Heindel.
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Hier können Sie sich auf einen virtuellen Flug durch den Dickdarm begeben. Das Video zeigt eine virtuelle Endoskopie des
Dickdarmes, beginnend im Quercolon bis zum Anfang des Dickdarmes.
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Ein Blick in den Anfangsteil des Dickdarmes: in der Mitte das blinde Ende ist der Blinddarm( Zökum), die kleine Öffnung links davon
ist die Ileozökal- Klappe, die Einmündung des Dünndarms in den Dickdarm.
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Die folgenden Bilder zeigen eine Dickdarm- und Dünndarmentzündung ( Morbus Crohn) in einem fortgeschrittenen Stadium.
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Der luftgefüllte Darm während der CT-Untersuchung - der Weg der virtuellen Endoskopie ist eingezeichnet.
Auch der Dünndarm ist stark luftgebläht!
Es sind erhebliche Engstellen am Dickdarm erkennbar - der Grund, warum eine normale Endoskopie nicht durchführbar war!
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Unten sehen Sie zwei Schnittbilder durch den Bauch des Patienten: luftgefüllte Darmschlingen, die teilweise eine deutliche
Wandverdickung aufweisen als Folge der chronischen Entzündung - hier zu sehen vor der Ileozökalklappe im letzten Dünndarmabschnitt(terminales Ileum) im linken Bild, im rechten Bild in der Mitte eine
hochgradige Wandverdickung und Einengung des Darmes im Quercolon und im absteigenden linken Dickdarmanteil .
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Es folgen einige endoskopische Bilder des selben Patienten:
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Im Gegensatz zum normalen Dickdarm (ganz oben) erkennt man eine flach-höckrige(polypöse) Oberfläche der Schleimhaut. Rechts ein
vergleichbares Bild aus einer normalen (Röntgen-)- Doppelkontrast - Dickdarmuntersuchung
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Die Weite des Darmlumens ist hier stark eingeschränkt
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Auch das terminale Ileum, der letzte Abschnitt des Dünndarms vor der Einmündung in den Dickdarm, ist enggestellt und zeigt eine
flach-höckrige Schleimhautoberfläche.
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Die dazu gehörige virtuelle Endoskopie:
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Zunächst normale Schleimhaut, dann folgt ein engerer Abschmitt mit einer flach polypösen Schleimhautstruktur; das Lumen wird
dann etwas weiter, bevor ein sehr stark eingeengter Abschnitt im Quercolon mit einer stärker polypösen Schleimhaut - Oberfläche folgt; dann erweitert sich der Darm zum Zökum, der Flug endet mit Blick auf
die Ileozökalklappe.
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Im Rahmen der Untersuchung wird auch ein Aufsichtsbild auf den in ganzer Länge aufgeschnittenen Dickdarm erstellt: Links oben im
Bild beginnt der Darm am After, es folgt ein normaler Abschnitt, dann die flach polypösen Strukturen, dann ein sehr stark eingeengter Abschnitt am Übergang des zweiten und dritten Streifen; dann wieder
normale Schleimhaut zum Zökum; die Einschnürung im unteren Streifen ist die Ileozökalklappe, dahinter noch entzündlich veränderter Dünndarm.
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Ein weiteres Beispiel zeigt ein Karzinom im unteren Dickdarm:
Die CT bietet im Gegensatz zur normalen Endoskopie auch die Möglichkeit, durch die Wand des Darmes zu blicken -
farbig ist der endoskopische Blick, in Grauabstufungen das Schnittbild des Tumors mit einer Dicke von fast 12 mm.
 
Das ganze Ausmaß des Tumors wird jedoch in der seitlichen Schnittdarstellung des Beckens deutlich (eine Passage
durch den Tumor war für das Endoskop nicht möglich)
Hier die virtuelle Endoskopie. Der Flug durch den Darm endet an dem nicht passierbaren Tumor.
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